Aktien und ETFs, nach festem Verfahren bewertet
Aktienanalyse mit Begründung, Gegenargument und Stichtag
Zu jeder Empfehlung gehören drei Dinge: warum sie ausgesprochen wird, was dagegen spricht und an welchem Tag nachgerechnet wird. Das Ergebnis bleibt danach stehen, auch wenn es schlecht ausfällt.
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MUSTER 104,80 +8,9 % 30 Handelstage
- 130 Aktien, ETFs und Vergleichsindizes werden beobachtet
- 8 Prüfungen je Empfehlung, eine davon mit Vetorecht
- 3 Zeiträume je Messung: 1, 5 und 20 Handelstage
- 0 nachträgliche Änderungen an einer abgegebenen Empfehlung
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Jede Empfehlung nennt auch das Gegenargument
Zu jedem Vorschlag steht das beste Argument dagegen — gleich daneben, nicht im Kleingedruckten. Reichen die Daten nicht aus, entsteht gar keine Empfehlung.
Kleine Position kaufen MUSTER
- Dafür
- Zwei Quellen melden unabhängig eine angehobene Jahresprognose. Der Kurs hat darauf bisher nicht reagiert.
- Dagegen
- Die Branche liegt seit vier Wochen unter dem Index. Die Prognose kann bereits eingepreist sein.
- Wie sicher
- 68 von 100, gerechnet aus acht Größen
- Nachgerechnet
- in fünf Handelstagen
Beispiel mit erfundenen Angaben
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Acht Prüfungen, bevor ein Vorschlag entsteht
Kurs, Bewertung, Nachrichten, Pflichtmitteilungen, Termine, Branche, Streuung und Risiko werden einzeln geprüft. Erst danach entsteht ein Vorschlag.
Die Risikoprüfung kann jede Empfehlung sperren. Sie sperrt auch dann, wenn ihr selbst die Daten fehlen. Ein Prüfer, der stillschweigend ausfällt, wäre gefährlicher als einer, der widerspricht.
- 15 % höchster Anteil eines einzelnen Wertes
- 35 % höchster Anteil einer Branche
- 5 % Bargeld bleiben mindestens stehen
- 3 Tage Ruhe vor einem Unternehmenstermin
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Kein Kursziel, sondern eine Spanne
Eine einzelne Zielzahl wäre eine Behauptung über die Zukunft. Stattdessen zeigt jede Empfehlung eine Spanne: am Tag der Empfehlung eng, mit jedem Tag danach breiter. Wie breit sie ist, ergibt sich aus der Schwankung des Wertes und nicht aus einem Gefühl.
Kurs Erwartungsbereich Die Zahlen dieser Grafik sind erfunden. -
Am Stichtag zählt der Unterschied zum Markt
Ein Plus in einem steigenden Markt ist keine Leistung. Deshalb wird jede Empfehlung gegen einen Vergleichsindex gerechnet, über drei Zeiträume. Das Ergebnis bleibt stehen — eine Empfehlung wird nie nachträglich geändert.
Beispiel einer abgeschlossenen Auswertung Zeitraum Wert Index Unterschied 1 Tag +0,4 % +0,3 % +0,1 5 Tage +2,1 % +0,9 % +1,2 20 Tage +1,4 % +2,2 % −0,8 Dieselbe Empfehlung liegt über fünf Tage vorn und über zwanzig zurück. Genau solche Fälle verschwinden in einer einzelnen Erfolgszahl.
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Jede Zahl lässt sich zurückverfolgen
Zu jedem Kurs, jeder Meldung und jedem Wechselkurs steht in der Datenbank, woher er stammt, wann er abgerufen und wann er veröffentlicht wurde. Eine Auswertung darf nur Daten benutzen, die am Tag der Entscheidung schon bekannt waren.
Beträge werden in ganzen Cent gerechnet, damit sich keine Rundungsfehler einschleichen. Zeitstempel liegen intern in Weltzeit. Das klingt nach Kleinkram und ist der Unterschied zwischen einer Messung und einem Gefühl.
Häufige Fragen
Was ist Marktkompass?
Ein Werkzeug, das Aktien und ETFs nach einem festen Verfahren bewertet. Es beobachtet Kurse, Nachrichten und Pflichtmitteilungen, leitet daraus Empfehlungen ab und rechnet später nach, ob sie richtig lagen. Gehandelt wird dabei mit virtuellem Geld.
Wie gut sind die Empfehlungen?
Diese Zahl steht in der Anwendung und nicht auf dieser Seite. Jede Empfehlung wird am Stichtag gegen einen Vergleichsindex gerechnet. Daraus entstehen Trefferquote, Mehrertrag gegenüber dem Markt und eine Prüfung, ob eine Sicherheit von 70 auch in etwa 70 von 100 Fällen recht behält. Wer eine Erfolgszahl schon vor der Anmeldung verspricht, hat sie sich ausgedacht.
Kaufe ich damit echte Aktien?
Nein. Das Depot läuft mit virtuellem Geld, voreingestellt sind 10.000 Euro. Kurs, Spanne, Gebühren und Wechselkurs werden gerechnet wie bei einer echten Order — nur gebucht wird bei keiner Bank. Eine Verbindung zu einem Broker gibt es nicht.
Ist das eine Anlageberatung?
Nein. Anlageberatung ist in Deutschland eine erlaubnispflichtige Dienstleistung nach dem Wertpapierinstitutsgesetz, und Marktkompass erbringt sie nicht. Die Empfehlungen sind eine Analyse, deren Verfahren offenliegt. Die Entscheidung und ihre Folgen bleiben bei dir.
Woher kommen die Kurse und Nachrichten?
Aus öffentlich zugänglichen Quellen: Kurse und Unternehmensdaten von Yahoo Finance, Wechselkurse von der Europäischen Zentralbank, Pflichtmitteilungen aus dem Archiv der US-Börsenaufsicht SEC, Nachrichten aus dem GDELT-Bestand. Zu jedem Datensatz ist gespeichert, woher er stammt und wann er abgerufen wurde.
Was bedeutet die Konfidenz einer Empfehlung?
Sie sagt, wie sicher sich das Verfahren ist — eine Zahl zwischen 0 und 100. Sie wird aus acht Größen gerechnet, darunter die Datenlage, die Übereinstimmung der acht Prüfungen und die bisherige Trefferquote. Die Rechnung steht Zeile für Zeile bei jeder Empfehlung. Geschätzt wird nichts.
Was passiert am Stichtag?
Die Empfehlung wird gegen den Vergleichsindex gerechnet und bekommt ein Urteil. Der ursprüngliche Text bleibt unverändert stehen. Eine neue Einschätzung ist eine neue Fassung und kein stiller Austausch.
Ein eigenes Depot mitführen
Der Zugang ist nicht öffentlich. Wer ihn hat, führt ein eigenes Depot mit virtuellem Geld, bekommt eigene Empfehlungen und sieht nach ein paar Wochen, wie oft sie recht behalten haben.
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